Der ideale Ausgangspunkt für
eine Wanderung auf dem archäologischen
Lehrpfad ist das Landhaus Bondzio.
Unser Haus steht unter dem Motto "Natur pur - der etwas andere
Urlaub"
Die Wanderung entlang des
archäologischen Lehrpfades ist für alle Altersgruppen geeignet und zu
jeder Jahreszeit ein Erlebnis.
Regelmäßig finden von unserem Haus aus
geführte Wanderungen statt, z. B. Frühjahrswanderung, Herbstwanderung und
die beliebte Nikolauswanderung.
Auf Wunsch sind geführte Einzel- oder
Gruppenwanderungen bei uns buchbar.
Für den kleinen Hunger kann auch ein
Überraschungspicknick bestellt
werden.
Lehrpfadbeschreibung
Die Gemarkung Kritzow wurde 1249 erstmalig urkundlich
erwähnt durch Schloss Richenberg des Fürsten Pribislav, der nördlich des
Ortes seine Residenz an der Warnow errichtete. Die von der letzten Eiszeit
(Weichselkaltzeit vor etwa 10000 Jahren) auf dem heutigen Kritzower Gebiet
hinterlassene Landschaft mit ihren trockenen Hügeln und feuchten Senken,
dem Wechsel von schweren und leichten Böden, ihren Söllen und Bächen bot
den Menschen der ur- und frühgeschichtlichen Kulturperioden gute
Lebensbedingungen. Besonders der nördliche Teil der Kritzower Flur wird
von den Archäologen als Siedlungskammer bezeichnet. Ein Großsteingrab aus der Jungsteinzeit (3000 bis 1800
v. Chr.) und zahlreiche Hügelgräber der älteren Bronzezeit (1800 bis 600
v. Chr.) sind Zeugen der Siedlungskontinuität in diesem
Landschaftsteil.
Der archäologische Lehrpfad
führt auf einer Länge von etwa 7 Kilometern in diese Siedlungskammer und
ermöglicht durch seine Wegeführung zudem auch das Naturerlebnis dieser
abwechslungsreichen Endmoränenlandschaft. Der Lehrpfad beginnt in der
Ortsmitte, wo eine Übersichtstafel nahe dem Eingangstor zur Gutsanlage
Auskunft gibt über seinen Verlauf und über die Sehenswürdigkeiten links
und rechts des Weges. Vorbei am Gutshaus wird bereits in unmittelbarer
Nähe des Hofsees geschichtsträchtiger Boden betreten. Hier existierte im
14. Jahrhundert eine mehrteilige Hofanlage des Geschlechts derer von
Bülow. "De olle Hof" bestand aus dem Wirtschaftshof mit Wohngebäude und
einem Wehrturm, einer hierzulande typischen Befestigungsanlage des
niederen Adels, die heute noch als Turmhügel zu erkennen ist. Sie war in
ihrer Gesamtheit von einem Wassergraben umgeben. 1385 war die Anlage im
Besitz des Heinrich von Bülow. In einer Urkunde wird er als Raubritter und
sein Herrensitz als Raubritternest bezeichnet.
Der Lehrpfad führt nun in
nördliche Richtung in den Richenberger Weg. Gleich eingangs des Weges
beeindruckt ein monumentales Großsteingrab, im Volksmund Hünenbett
genannt. Wenige hundert Meter weiter öffnet sich links des Weges eine
Landschaft, die von zahlreichen Hügelgräbern der Bronzezeit dominiert
wird. Nördlichster Punkt der Wanderung bildet jener Bereich im
Warnowtal, wo Fürst Pribislav I seine Residenz errichtet
hatte.
Weiter, in südliche Richtung
führen, wird ein Soll erreicht, das wunderschön eingebettet in einem
Laubwald liegt und den Namen "Glasermoor" trägt. Der Flurname nimmt Bezug
auf die vier Glashütten, die auf der umliegenden Flur zwischen 1615 und
1747 gearbeitet haben. Sie stellten das grüne Mecklenburger Waldglas
her.
Im weiteren Wegeverlauf bietet
sich der wohl schönste Weitblick in diese durch die Endmoräne geprägte
mecklenburgische Landschaft von der Höhe 78. Eine Schutzhütte mit
Rastmöglichkeit lädt hier zum Verweilen ein.
Eine vielfältige Natur mit
anderenorts selten gewordenen Tieren und Pflanzen hat den Wanderer bis
hierher begleitet: Wollgras und Grasnelke, Sumpfcalla und Wasseriris
erfreuen das Auge; Weinbergschnecken, Ringelnattern, Unken und Kraniche
sind zu beobachten. Wunderschöne Laubbäume haben den Weg gesäumt und
einmalig schöne und wohl über 200 Jahre alte Hainbuchen. Auf dem
Rückweg zur Ortsmitte stößt man auf den 1925 angelegten Waldfriedhof, auf
de die ehemaligen Besitzer von Gut Kritzow ein Mausoleum errichtet
haben. Weiterführende Erläuterungen sind den Schautafeln im Verlauf des markierten Lehrpfades zu entnehmen.
Nähere Auskünfte erhalten Sie
über unser Landhaus unter der Telefonnr. 03866/ 4 60 50
oder über die Faxnr.03866/
8 13 51.
Wir freuen uns auf Ihr
Kommen!
Ihr
Landhausteam
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